Diabt. & Rheumatische Versorgung

Sie sind betroffen von Diabetes mellitus oder leiden unter einer rheumatischen Erkrankung?
Wir zeigen Ihnen Ursachen und Auswirkungen. Durch gezielt eingeleitete Maßnahmen, helfen wir Ihnen schmerzhafte Entzündungen vorbeugend zu behandeln.

Durch regelmäßige Diabetes-Schulungen, gewährleisten wir das nötige Fachwissen für Ihre perfekte Vor- und Versorgung!

• Wir sind Mitglied im Deutschen Diabetiker Bund
• Wir sind zertifiziert für diabtische Fußversorgung
• Große Auswahl an zugelassenen konfektionierten Therapie-Schuhen


 

Die Zuckerkrankheit

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Der Begriff Diabetes mellitus, wie die Zuckerkrankheit in der Fachsprache heißt, stammt aus dem Griechischen und bedeutet „durchfließender Honig“. Die Zuckerkrankheit ist eine chronische Erkrankung, die mit Blutzuckererhöhung einhergeht. Beim Nicht-Diabetiker wird der Blutzuckerspiegel innerhalb enger Grenzen gehalten. Er beträgt nüchtern nicht mehr als 100 mg% und zwei Stunden nach dem Essen nicht mehr als 140 mg%.

Ein Diabetiker kann ohne Behandlung seinen Blutzuckerspiegel nicht in diesem Bereich halten. Liegt der Blutzucker über etwa 180 mg%, kommt es meist zu einer Ausscheidung von Zucker im Urin, weil die Niere dann nicht mehr in der Lage ist, den Harn zuckerfrei zu halten. Man bezeichnet dies auch als „Nierenschwelle“. Bei langandauernd erhöhtem Blutzucker kann es zu bestimmten Folgeschäden durch den Diabetes kommen, die sich durch eine gute Therapie vermeiden lassen. Die Senkung des Blutzuckerspiegels im Körper erfolgt normalerweise durch Insulin.

Als Folge des Diabetes mellitus kann es zu einer Schädigung der Nerven (diabetische Neuropathie) kommen. Diese äußert sich insbesondere an den Füßen und Unterschenkeln in Form einer herabgesetzten Berührungs-, Schmerz- und Temperaturempfindlichkeit, was zu einer gefahrvollen, unsachgemäßen Wärmeanwendung mittels Heizkissen, Wärmflaschen oder heißen Fußbädern führen kann (Verbrennungen). Beim Schuhkauf muss darauf geachtet werden, daß die Schuhe nicht zu eng und aus weichem Leder sind. Denn Druckstellen im Schuh oder Verletzungen werden nicht rechtzeitig gespürt, und bereits vorhandene Verletzungen heilen schlecht. Auf Barfußlaufen sollte wegen der Verletzungsgefahr verzichtet werden.

Eine tägliche Inspektion und Reinigung der Füße ist notwendig. Für die Nagelpflege gelten bei bestehenden Empfindungsstörungen an den Füßen besondere Regeln. Nicht in den Nagelrand schneiden, besser mit einer Diamantfeile die Nägel nicht zu kurz sowie gerade abfeilen! Hornhauthobel und Hühneraugenpflaster sind ebenfalls nicht zur Fußpflege geeignet. Eventuell geht man zu einem Fußpfleger, den aber auf die diabetischen Folgeschäden hinweisen sollte.


 

Rheumatische Erkrankungen

img_rheumaDer Terminus „Rheuma“ bedeutet Fluß, Strömung und rührt von der Vorstellung der alten Griechen her, daß fehlerhaft zusammengesetzte Körperflüssigkeiten an bestimmten, wechselnden Orten des Körpers (Gelenken, Organen, etc.) zu einem Flüssigkeitsstau und damit zu einer schmerzhaften Entzündung führen.

Rheumatische Beschwerden zu haben, geben ca 50 Prozent der erwachsenen Einwohner der Bundesrepublik Deutschland an. Die Annahme, daß Rheuma eine Krankheit des alten Menschen sei, ist ebenso falsch wie der verbreitete Volksglaube, Rheuma werde u. a. durch Nässe verursacht.

Die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung ist die chronische Polyarthritis. Sie ist durch eine lang andauernde, meist in Schüben verlaufende (chronische) Entzündung vieler Gelenke gekennzeichnet. Je nach Schwere und Aktivität der Erkrankung bzw. unbehandelt schreitet sie fort und kann zu einer Zerstörung der Gelenke führen. Typisch für diese Erkrankung ist der auch schon in der Anfangsphase der Erkrankung erkennbare systemmetrische Befall der Fingergrund- und -mittelgelenke sowie die Zehengrundgelenke, welche schmerzhaft, prall elastisch geschwollen und zum Teil überwärmt sind, eine deutlich Morgensteife aufweisen und bei zunehmender Gelenkzerstörung zu einer charakteristischen Fehlstellung führen kann. Das hat mitunter deutliche Behinderungen im Alltag der Patienten zur Folge. Selten bzw. erst nach langjährigem Verlauf sind große Gelenke wie die Knie oder Schultern betroffen.

Ist die Erkrankung diagnostiziert, sollte auch möglichst frühzeitig eine entsprechende Behandlung mit physikalischen Maßnahmen, Medikamenten und je nach Art und Schwere der Erkrankung auch mit Operationen einsetzen, um den Grad der Gelenkzerstörung und daraus folgend der Behinderung für den Patienten möglichst gering zu halten.